Urlaub im Chiemgau Sommer 2010
Unseren diesjährigen Sommerurlaub verbrachten wir auf einem Zeltplatz in Oberwössen in den Chiemgauer Alpen in der Nähe des Chiemsees.
Die Hinfahrt hielt schon ein kleines Herzklopfen parat. Unser Auto meldete sich mit einer Warnlampe und wir mußten einen Umweg über ein Toyota-Autohaus machen. Zum Glück stellte sich heraus, daß es nichts Schlimmes war und wir konnten weiterfahren.
Am Zeltplatz wurden wir freundlich empfangen und bauten unsere Zelte auf. Danach ging es schon zu einer kleinen Erkundung der näheren Umgebung.
Anhand von einigem Infomaterial hatten wir uns schon eine Route für die erste Wanderung ausgeguckt. Wir fuhren aber noch zur Tourist-Info und besorgten uns eine Wanderkarte der Umgebung und bekamen sehr freundlich gleich noch ein paar Wandertipps für die nächsten Tage. Am ersten Tag wanderten wir eine Runde mit 3 Almen, wo wir immer lecker Brotzeiten und Milch bzw Apfelschorle bekamen. Abends zurück am Zeltplatz wurde im Bach gebadet (seeeehr erfrischend). Im Infomaterial fanden wir einen Hinweis auf eine Wandernadel, welche man sich dort im Achental erwandern konnte. Bei genauerem Studium der Bedingungen waren die Nadeln in Bronze und Silber recht einfach zu erringen. Annis Ehrgeiz war aber erwacht und sie wollte die Goldene Nadel haben. Dementsprechend planten wir unsere weiteren Touren. Jeden Abend saßen wir über der Karte und planten.
Am zweiten Tag wanderten wir zur Entenlochklamm, welche sich schon auf der österreichischen Seite der Berge befand. Die Wege gingen fast immer im schattigen Wald entlang, was bei den sommerlichen Temperaturen sehr angenehm war. Am Nachmittag fuhren wir dann noch mit der Geigelstein-Sesselbahn zur Wuhrsteinalm hinauf (25 min Fahrzeit).
Ab diesem Tag hatte Franzi neue „Freunde“: Kühe. Wir mußten des öfteren über Kuhweiden laufen und manchmal auch recht nah an den Kühen vorbei(großen Respekt hatten wir, glaube ich, aber alle).
Der nächste Tag brachte uns wieder zu 3 tollen Almen, die teilweise sehr rustikal waren. In der Jochbergalm z.Bsp., kam vorne der Senner mit den Getränken aus dem Haus und im hinteren Teil sah man die Kühe im Stallteil des Hauses stehen. Das Ende der Wanderung mußten wir im Regen durchstehen. Aber wir hatten ja die Regensachen mit. Die ganze Nacht und den nächsten Vormittag regnete es. Den Vormittag nutzten wir zum Karten schreiben und Planen der nächsten Wandertage.
Am Nachmittag wanderten wir wieder bei bestem Wetter (nicht so heiß) über den Adersberg zur Weissen-Alm. Diese Alm hielt für jeden der Familie etwas bereit: Franzi begeisterte die junge Katze, Anke und Dirk erklärten die Käseplatte zur Besten des ganzen Urlaubs (sollte auch nicht mehr übertroffen werden) und Anni sagte beim Anblick des Senners:“Endlich mal ein richtiger Bayer!!“ (er hatte Lederhosen und rot-weiß-kariertes Hemd an).
Den nächsten Tag ließen wir etwas geruhsam im Märchen- und ErlebnisPark Marquartstein angehen. Wir hatten alle viel Spaß, vor allem mit dem „Störrischen Esel“. Dort versuchten wir uns alle als Rodeo-Reiter mit mehr oder weniger Erfolg.
Am Nachmittag wanderten wir zur Haidenholz-Alm. Bei der Auswahl des Weges hatten wir allerdings die Höhenmeter nicht mit beachtet. So gingen wir in knapp 2 Stunden 700 Höhenmeter, die Hälfte des Weges über einen recht unwegsamen Weg über Steine und Wurzeln kletternd. Dafür wurden wir wieder mit einer urigen Alm, die von „Heidis Opa“(einem alten Mann, der im Film Heidi bestimmt eine gute Figur gemacht hätte) bewirtschaftet wurde, entlohnt. Dort gab es wieder super lecker Milch und Buttermilch.
Für den Abstieg wählten wir einen etwas besser begehbaren Weg.
Bei der Auswertung am Abend, stellten wir fest, daß wir schon recht nah an der „Goldenen Wandernadel“ waren. Nun wurde die letzte Wanderroute für den Urlaub gesucht und es galt, Franzi noch einmal zu motivieren, da für sie die Touren sehr anstrengend waren.
Die letzte Wanderung ging dann zur Taubenseehütte, welche etwas über dem Taubensee auf österreichischer Seite lag. Es war eine recht angenehme Wanderung, da es nicht immer nur bergauf ging, sondern auch mal flachere Abschnitte dabei waren. Oben hatten wir eine phantastische Aussicht unter anderem auf den Zahmen und den Wilden Kaiser und die österreichische Stadt Kössen. Der Rückweg führte wieder über zwei andere Almen und am Abend hatten wir die erforderlichen 40 Punkte für die Wandernadel sogar übererfüllt.
Am nächsten Morgen führte unser Weg zur Tourist-Information, um unsere Nadeln abzuholen. Danach waren vor allem die Kinder sehr stolz auf ihre Leistung.
Dann fuhren wir noch nach Kössen und mit der Seilbahn auf das Unterberghorn. Dort beobachteten wir die Paragleiter beim Start und natürlich beim Fliegen, bevor wir unseren Urlaub an diesem heißen Tag am Bach an unserem Zeltplatz ausklingen ließen.
Am nächsten Tag fuhren wir wieder nach Hause und der Urlaub war zu Ende.
Lausitzer Seenland 100 2010
Sommer, Sonne, Strand und natürlich skaten !
Dieses Jahr fand das Lausitzer Seenland 100 vom 09.-11.07.2010 wieder am Geierswalder See statt. Es gab Sonne pur, kein Wölkchen am Himmel, ein laues Lüftchen und viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Am Freitag fanden die Lauf- und Schwimmwettbewerbe statt, noch ohne uns, da wir beruflich bedingt erst am Abend anreisen konnten.
Aber die Kinder nutzten den lauen Abend natürlich noch zu einem Bad im See. Am Samstag-Morgen war dann zuerst die Franzi dran – 1km Kinderskaten. Nach furiosem Start ging sie als erste der 8-12jährigen Kids in die Kurve, wurde danach dann von einer 12jährigen Sportlerin aus Meissen überholt. Diesen 2. Gesamtplatz in diesem Rennen konnte sie aber souverän verteidigen, was dann in der AK-Wertung den Sieg bedeutete.
Nach kurzer Erholungspause ging es mit dem Einzelzeitfahren über 6 km weiter. Die Startreihenfolge unserer Familie: Franzi – Anni – Anke. Damit Anni demnächst im ziel nicht so lange warten muß, wird sie im nächsten Jahr als letzte von uns Dreien starten. Anni war erwartungsgemäß am schnellsten von uns. Sie benötigte 13:44,423 Minuten. Anke brauchte 15:21,177 Minuten und Franzi 17:48,597 Minuten.
Anni und Franzi sicherten sich mit diesen persönlichen Bestzeiten jeweils den Sieg in Ihren Altersklassen und Anke wurde 14. In der AK40.
In diesem Rennen war auch sportliche Prominenz mit am Start, so daß wir sagen können wir sind gegen Olympia-Medaillen-Gewinner und –Sieger gelaufen. Mit am Start waren Claudia Pechstein (Eisschnelllauf), Jens Filbrich (Ski-Langlauf) und Tim Tscharnke (letzte Saison noch Ski-Langläufer, nächste Saison Biathlet). Claudia konnte das Rennen trotz Sturz in der Zielkurve für sich entscheiden, ebenso wie Tim Tscharnke.
Der restliche Tag wurde mit Baden am See verbracht und nachmittags ging es dann nochmals zum Zuschauen zum Skate-Mannschaftszeitfahren.
Am Sonntag-Morgen hieß es für Anke und Anni – Halbmarathon (21km). Es war wieder früh schon sehr heiß und es sollte sehr anstrengend werden. Anni lief ein gutes Rennen, wobei sie die meiste Zeit allein lief, da sie keine entsprechende Gruppe gefunden hatte. Sie war nach 51:36,330 Minuten im Ziel, sehr erschöpft wegen der Hitze, aber glücklich über den 2.Platz in Ihrer AK. Bei Anke lief es nicht ganz so gut. Am Anfang gut in einer Gruppe laufend, gab es eine Schlüsselstelle mit einer kurvigen Bergabstrecke, wo sie den Anschluß an die Gruppe verlor. Dies war bei km 3. Bis km 5 hatte Anke noch Blickkontakt und versuchte an diese Gruppe wieder heranzulaufen. Aber der Abstand wurde nicht geringer. Dann entschied sie sich, doch allein zu laufen, da diese 2 km sehr viel Kraft gekostet hatten. Es wurde das erwartet schwere Rennen, wobei es ab der Wende eigentlich schon bloß noch ums Durchhalten ging. Die Kräfte waren weg, die Hitze groß und auch Wind machte sich bemerkbar – vor allem, wenn man hätte bergab rollen können, kam der Wind von vorn. Naja, Anke war nach 01:00:55,417 Stunden im Ziel – 14.Platz in der AK 40. Nach der Siegerehrung ging es dann schnell nach hause, da Dirk ja auch noch Geburtstag hatte und wir am Abend grillen wollten.
Deutsche Meisterschaften in Geisingen 02.-04.07.2010
Nach einer langen und anstrengenden Anreise am 01.07. trafen wir am Nachmittag an der Bahn in Geisingen ein. Nachdem wir schon viel von dieser überdachten Anlage gehört hatten, waren wir schon ganz schön gespannt. Patrick hatte für den Anreisetag gleich noch ein Training zum Kennenlernen der Bahn angesetzt. Anni und die anderen Dessauer Sportler waren gleich mit viel Eifer dabei. Die Bahn war nicht ganz einfach zu laufen und die klimatischen Bedingungen in der Halle sollten auch noch eine Herausforderung darstellen.
Am Abend fuhren Anni und ich dann zu unserem Zeltplatz, während der Rest der Truppe in einer Jugendherberge in der weiteren Umgebung nächtigte.
Am Freitagmorgen konnten wir etwas länger schlafen, da die Jugend erst nach dem Mittag dran war. Wir genossen auf dem Zeltplatz unsere frischen Brötchen und die Sonne zum Frühstück. Danach fuhren wir nach Geisingen. Wir fieberten mit den Junioren mit, bevor wir dann an der Reihe waren. An diesem Tag stand der 200m-Einzelsprint für Anni auf dem Programm. Sie war recht aufgeregt, da es ihre ersten DM waren und beide Jugend-Altersklassen zusammen starteten und dies somit das größte Starterfeld war. Anni lief einen guten Sprint. Sie erlief sich eine neue Bestzeit, auch wenn dies nur zu einem hinteren Platz reichte.
Dafür erlief sich Tim an diesem Tag den Deutschen Meistertitel im 1000m-Rennen.
Am Abend genossen wir noch ein leckeres Abendbrot in der Gaststätte „Hegaublick“. Wir saßen dort auf der Aussichtsterrasse und hatten einen wunderschönen Blick über das Land. Auch Engen, welches im Tal liegt und wo unser Zelt stand, war von dort aus herrlich zu sehen.
Der nächste Morgen begann etwas zeitiger, aber wieder mit einem gemütlichen Frühstück am Zelt.
Am Samstag standen zuerst die 300m auf dem Plan von Anni. Es galt wieder eine gute Zeit zu erlaufen. Sie hatte einen sehr schnellen Vorlauf und erreichte wieder eine persönliche Bestzeit. Sie ließ sogar noch 2 Sportlerinnen mehr hinter sich als beim 200m-Sprint.
Nachmittags musste sich Anni im 3000m-Punkte-Lauf beweisen. Darauf freute sie sich schon und wollte beweisen, dass sie gut trainiert hat. Sie musste wie immer aus der letzten Reihe starten und musste sich von hinten nach vorn arbeiten. In den ersten Runden noch etwas zögerlich, kämpfte sie sich Meter um Meter nach vorne. Leider drohte 2-3 Runden vor Schluß die Überrundung, so dass sie mit einer größeren Gruppe aus dem Rennen genommen wurde.
Dies bedeutete einen super 17.Platz bei 31 Startern. Anni war zu recht stolz auf sich. Nun war es an der Zeit, die Fußballer bei der WM zu unterstützen. Es wurde extra eine Wettkampfpause eingelegt und das Spiel auf der Anzeigetafel übertragen. Zum Glück spielten unsere Jungs so gut, dass keine Verlängerung nötig war und wir unser Programm dann zügig weiter durchführen konnten. Wir unterstützten unsere Junioren noch bei Ihren Rennen und fuhren dann abends doch recht erschöpft zum Zeltplatz.
Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen, da wir alles zusammen packen mussten. Da es nachts kräftig geregnet hatte, mussten wir alles naß einpacken (aber wozu hat man eine Kühlbox dabei, die jetzt fast leer war). Die Kühlbox wurde nun zur Naßbox umgewandelt.
Sportlich ging es mit den 1500m-Rennen (Vorläufen) der Jugend weiter. Anni hatte einen prima Start, bei dem sie sich auch bei einem kleinen Gerangel gut behauptete. Danach aber fand sie schwer ins Rennen und lief die ersten Runden auch etwas zurückhaltend. Aber sie kämpfte und arbeitete sich wieder etwas nach vorne und im Zielspurt deutete sie noch einen Zielschritt an, welcher sie noch einen Platz nach vorn brachte. Leider war ihr Lauf der langsamste Vorlauf und es wurde wieder nur ein Platz im hinteren Feld – aber auch wieder eine persönliche Bestzeit.
Nun kamen nur noch die Staffeln – natürlich wieder mit Vorläufen bei der Jugend. 2 Vorläufe – jeweils die ersten 3 kamen ins Finale. Unsere Mädels (Anni, Pia und Maxi) kämpften wie die Löwen und schafften den Final-Einzug. Dies war schon ein Riesenerfolg !
Das Finale lief dann leider nicht so. Vielleicht war es der Hitze geschuldet, vielleicht auch dem doch sehr langen Wettkampf-Wochenende, auf alle Fälle war ein Wechselfehler (an dem der Trainer nicht ganz unschuldig war) Grund für die Disqualifikation unserer Staffel. Schade, denn sie lagen zu dem Zeitpunkt auf einem unerwarteten 4. Platz. Da war natürlich die Traurigkeit sehr groß und es war nicht der gewünschte Abschluß des Tages, wer was sonst noch möglich gewesen wäre. Naja, die Generalprobe in Meissen endete ja auch mit einer Disqualifikation.
Die Juniorinnen Steffi, Lisa und Lotti machten es besser – sie gewannen Silber in der Staffel.
Alles in allem kann Anni aber sehr zufrieden sein mit diesem Wettkampf. Er hat gezeigt, dass sie auf dem richtigen Weg ist. Sie hat für sich auch viele Erfahrungen sammeln können.
Nun stehen erstmal Ferien an (natürlich noch mit 2 Straßen-Rennen, welche nun aber ohne jeglichen Druck – nur so zum Spaß gelaufen werden).
3.Weinberg-Cup 2010 Meissen
Am Wochenende des 19./20.06.2010 fand in Meissen der Weinberg-Cup statt. Auch die TSG Dessau war mit ihren Jugend- und Junioren-Sportlern sowie Franzi als Schülerin dabei. Und selbst die „Tante Ju“ (gebaut in Dessau) ließ sich mehrfach über der Bahn sehen.
Am Morgen holten wir Franzi aus dem Mosigkauer Schwimmbad ab, da sie dort am Abend vorher ihr Abschlussfest feierte und dort dann im Zelt übernachtete.
Für die Jugend- und Juniorensportler stellte dieser Wettkampf den letzten Test vor der Deutschen Meisterschaft dar. Anni war gleich am Anfang mit dran. 300m-Sprint – ihre ungeliebte Strecke. Sie lief einen guten Vorlauf und erreichte damit sogar das Halbfinale der besten 12. Dort ließ dann nach hartem Kampf noch 2 Sportlerinnen hinter sich und belegte einen guten 10. Platz. Mit diesem Rennen war sie recht zufrieden und konnte sie auch sein.
Franzi musste einen Zeitlauf über 100m absolvieren. Dies tat sie in souveräner Manier und mit neuer Bestzeit und zog so sicher ins Finale am Sonntag ein. Dann stand die Langstrecke für beide an. Anni lief 3000m Ausscheidung. Sie lief ein recht ordentliches Rennen, wobei vielleicht noch etwas mehr drin gewesen wäre. Sie wurde 11. in diesem Rennen und war mit sich selbst nicht ganz zufrieden. Franzi lief anschließend ein prima 400m-Rennen, bei dem sie dieses Mal vor den beiden Geraern Jenny und Anna ins Ziel kam. Während des Rennens konnte man gut ihre sehr gute Skate-Technik sehen. Am Abend kamen nun noch die Staffeln, wobei sowohl Franzi als auch Anni jeweils Vorläufe bestreiten mussten. Franzi lief mit Anna-Lena von Turbine Halle. Durch die Zweier-Staffel hielten sich beide aus dem Sturz-Festival bei den Wechseln raus, da beide immer 2 Runden laufen mussten, während die anderen Staffeln schon nach einer Runde wechselten. Sie zogen sicher ins Finale und dort siegten beide mit derselben Taktik wie im Vorlauf. Den Pokal dafür durfte Anna-Lena mit nach hause nehmen. Unsere Jugendstaffel mit Anni, Maxi und Pia sollte schon einmal für die DM üben. Der Vorlauf wurde taktisch sehr flexibel gestaltet und es wurde immer direkt auf den Rennverlauf reagiert.
Die Mädels passten prima mit auf, es kam zu keinen Wechselfehlern und somit zogen sie verdient ins Finale ein. Dort lief es dann nicht ganz so gut – sie wurden disqualifiziert. Das Kampfgericht war der Meinung, dass sich Anni und Pia beim Wechsel nicht berührt hätten. Da einige dies anders gesehen hatten und auch die Mädels bestätigten, dass sie sich an den Händen berührt hatten, legten wir Protest ein. Leider wurde dieser abgelehnt. Aber im Vorlauf zeigten alle drei schon, dass sie für die Deutschen Meisterschaften gut gerüstet sind. Die Wechsel klappten trotz Hektik und ständiger Taktik-Änderungen gut. Am Abend bestellten wir uns dann noch Pizza an die Bahn, ließen uns diese dann schmecken und fuhren dann in den Handwerkerhof nach Sörnewitz.
Für Franzi ging es am Sonntag mit dem Geschicklichkeitslauf los. Schon beim Einlaufen hatte sie einige Probleme mit wegrutschen. Der Lauf war dann leider nicht so gut und sie berührte auch einen Kegel, so fand sie sich auf dem 6.Platz wieder. In der Gesamtwertung war es der 3.Platz bis dahin. Das hieß jetzt, alle Aufmerksamkeit auf das 100m-Finale zu richten. Franzi und Jenny (Gera) kamen am besten vom Start weg und lieferten sich einen harten Kampf in der Kurve. Dieses Mal war dann Jenny schneller und gewann dieses Finale. Franzi wurde Zweite und musste erstmal getröstet werden. Sie verbesserte in diesem Lauf ihre Bestzeit über die 100m nochmals. Insgesamt reichte dies für den 3.Platz hinter zweimal Gera.
Anni hatte nun noch den 1500m-Punkte-Lauf zu absolvieren. Dies wurde wieder ein gutes Rennen für Sie. Runde für Runde holte sie sich eine vor Ihr laufende Sportlerin, so dass am Ende des Rennens ein 10.Platz erreicht wurde. Ein oder 2 Runden mehr und sie wäre unter den Top-Ten dieses Rennens gewesen. Damit verbesserte sie sich in der Gesamtwertung auf den 11.Platz. Insgesamt ein guter Wettkampf von beiden und für Anni geht es jetzt noch mal in die heiße Phase des Trainings vor den Deutschen Meisterschaften vom 02.-04.07.10 in Geisingen. Aber jetzt genießt sie am 21. und 22. Juni erstmal 2 Tage „Tropical Island“ mit ihrer Klasse.
5.Heidelauf Dessau-Kochstedt
Am 11.06.2010 fand am Nachmittag bei schönstem Wetter der 5.Heidelauf in Dessau-Kochstedt statt.
Annika hatte sich entschlossen, dort den 3km-Lauf zu absolvieren. Dies sollte sich als gute Entscheidung erweisen.
Sie erlief sich den Pokal über diese Strecke. Auch wenn die Beteiligung recht gering war, zeigte sie eine ordentliche Leistung und benötigte 16:53 min für diese Strecke.
Viel Spaß beim Stöbern.
Eure Anke
18.Norddeutsche Meisterschaften Speedskating Jüterbog 29./30.05.2010
Am Wochenende des 29./30. Mai 2010 fanden in der Skate-Arena Jüterbog die Norddeutschen Meisterschaften im Speedskating statt. Auch die TSG Dessau hatte eine Gruppe von 19 Sportlern am Start. Anni und Franzi waren natürlich auch dabei. Mit ganz unterschiedlichen Zielen waren beide am Start. Franzi hatte 3 Titel zu verteidigen und Anni wollte sich trotz bisher nicht optimal verlaufener Saison für die Deutschen Meisterschaften ins Gespräch bringen. Zuerst zu Anni. Sie musste als erstes den ungeliebten Einzelstart über 200m absolvieren. Ihr gelang ein guter Lauf in persönlicher Bestzeit. Desweiteren stand am Samstag noch das Ausscheidungsrennen über 3000m auf dem Plan. Trotz neuer Auslosung der Startplätze musste Anni wieder einmal von hinten starten. Sie kam dann auch nicht gut weg und lief erst den langen Weg außen lang. Es gab von der ersten Runde an Ausscheidungen. Anni fand gar nicht in das Rennen und bei der 3. Ausscheidung war das Rennen dann auch schon vorbei. Eine völlig am Boden zerstörte Anni wurde bereits im Innenraum von befreundeten Sportlerinnen und dann auch von Mutti und dem Trainer und vielen anderen getröstet. In diesem Rennen belegte die Dessauerin Selina einen super 3.Platz. Am Abend skatete Anni noch mit Anke rund 10km auf dem Flämingskate von unserer Unterkunft in Werder nach Markendorf und zurück. Danach noch ein leckeres Abendbrot und dann fiel sie todmüde ins Bett.
Für Franzi lief es am Samstag mal wieder super. Sie begann mit dem Geschicklichkeitslauf und einer Goldmedaille. Für die Überraschung sorgte dort ihre Vereinskameradin mit der Silbermedaille vor Jenny aus Gera.
Dann kam der Sprint über 30m mit Vorlauf. Jenny und Franzi waren in verschiedenen Vorläufen. Beide gewannen ihren Vorlauf und sahen sich so im Finale wieder. Dort war Franzi knapp vor Jenny im Ziel und sicherte sich ihre 2. Goldmedaille. Auch sie fiel nach dem leckeren Essen im Erlebnishof Werder wie ein Stein ins Bett und schlief sofort ein.
Der nächste Morgen begann mit einem ausgiebigen und leckeren Frühstück. Es gab von Brötchen über Müsli bis zum frischen Obstsalat alles was das Herz begehrt.
Am Sonntag musste Franzi wieder als erstes ran. 300m-Vorlauf. Sie war mit Milla in einem Vorlauf. Franzi legte einen guten Start hin und Milla klemmte sich gleich hintendran. Franzi gewann den Vorlauf und Milla kam als erste Zeitschnellste ins Finale. Auch Jenny gewann ihren Vorlauf. So standen am Start des Finales zwei Dessauer mit Jenny in der Mitte. Es war aber auch noch die Anna aus Gera ins Finale gekommen. Sie hatte in Gera den 400m-Lauf gewonnen. Dieses Finale wurde dann auch wieder ganz knapp zwischen Anna und Franzi.
Der Sprecher hatte zuerst Franzi vorn gesehen. Dies wurde aber nach Zielfotoauswertung korrigiert, da Franzis Fuß zwar vor Anna war, aber leider war der Skate komplett in der Luft und es zählt nun mal die erste Rolle auf dem Boden und so ging hier die Goldmedaille nach Gera und Franzi gewann Silber.
Nun kam der Punktelauf von Annika. Sie hatte eine Startposition mitten im Feld und kämpfte sich beim Start auch ganz gut durch. Danach wurde sie stark angefeuert und kämpfte sich Platz um Platz nach vorne. Am Ende stand ein 12. Platz auf der Ergebnisliste. Ein versöhnlicher Abschluß, welcher noch von einem Gespräch mit dem Trainer gekrönt wurde. Sie darf mit zu den Deutschen Meisterschaften nach Geisingen fahren. Darüber hat sie sich dann doch sehr gefreut und es wird Motivation sein, weiter so fleißig wie bisher zu arbeiten.
Franzi lief dann noch die Staffel mit Milla. Die Bahn war vom Regen noch sehr naß, was Franzi aber überhaupt nicht beeindruckte. Sie kam am Start als Einzige gut weg und hatte in der ersten Kurve schon einige Meter Vorsprung, den sie bis zum Wechsel auch noch ausbaute. Milla lief dann ihre 2 Runden zwar etwas verhaltener, aber das war bestimmt den nassen Verhältnissen geschuldet. Franzi legte dann noch eine schnelle Schlussrunde hin und der Sieg war sicher.
So hatten alle noch ihren guten Abschlußtag der Meisterschaften und wir fuhren mit zufriedenen Sportlern nach hause.
20. Internationale Rollsportage Gera 15./16.05.2010
Am Wochenende nach Himmelfahrt fanden in Gera wieder die Int. Rollsporttage mit Beteiligung von ca. 600 Sportlern aus 10 Nationen statt.
Auch Anni und Franzi stellten sich der großen Konkurrenz. Beide hatten große Starterfelder mit starken internationalen Läuferinnen.
Das Wetter auf der Hinfahrt verhieß nichts Gutes. Immer wieder Regen, Regen, Regen. In Gera angekommen, hat es zwar fast aufgehört zu regnen, aber alles war pitschnaß. So führte unser erster Weg zu den Händlern. Wir kauften Anni einen Satz Storm-Rollen – die Alternative für nassen Untergrund. Da Anni auch gleich im dritten Rennen dran war, konnte sie diese auch sofort testen. Sie lief eine für dieses Wetter annehmbare Zeit in ihrem Vorlauf, welche aber erwartungsgemäß nicht für das Halbfinale reichte. Sie erreichte einen 20.Platz und hatte den Rest des Tages frei.
Auch Franzi musste am Samstag im Sprint (100m) ran. Ihren Vorlauf und auch das Halbfinale gewann sie. So traf sie im Finale dann auf ihre Freundin Jenny aus Gera. Leider war Franzis Start dieses Mal nicht so optimal wie sonst, aber sie kämpfte toll und wurde Dritte in diesem Finale.
Nun gab es noch die Schüler- und Jugendstaffeln, wo beide nicht mit liefen. Anni war die 4. Jugendläuferin im Dessauer Team und der Trainer entschied sich an diesem Tag für die anderen Drei. Unsere Jugendstaffel erreichte dann den 2.Platz.
Da Franzi die einzige Dessauer Schüler-Läuferin an diesem Tag war, konnte sie natürlich auch keine Staffel laufen.
Aufgrund des Wetters, der aufkommenden Müdigkeit und des bevorstehenden anstrengenden Folgetages entschieden wir uns, nach der Eröffnung schon zur Unterkunft zu fahren und die Flutlichtrennen nicht mit anzuschauen. Dies war gut so, Anni und Franzi gingen sofort nach dem Duschen ins Bett und waren auch gleich eingeschlafen.
Der nächste Morgen begann mit einem guten Frühstück gegen 7.00 Uhr. Kurz vor 8.00 Uhr fuhren wir dann wieder zur Bahn und Franzi begann sich auf den Geschicklichkeitslauf vorzubereiten. Dieser war relativ einfach und ich hatte Bedenken, das Franzi evtl etwas unkonzentriert zu Werke geht, aber dies war unbegründet – sie gewann den Lauf. Allerdings war der Vorsprung auf die Zweitplatzierte nur 3 Hunderstel-Sekunden.
Nun war Anni mit dem 3000m-Auscheidungsrennen dran. Vor dem Rennen holte sie sich noch ein paar Tips von Patrick, wie sie laufen sollte. Aber es kam alles anders. Wir hatten gedacht, die Erkältung ist vorbei, aber dem war doch nicht so. Sie kam schlecht weg am Start und dann sah man auch schon, dass eigentlich gar nichts ging. Sie schied dann schon bei der dritten Ausscheidung aus und kam völlig fertig zu uns. Sie bekam keine Luft mehr und deshalb musste sie im Prinzip das Rennen aufgeben. Sie wurde aber von vielen Seiten getröstet und erholte sich auch bald. Auf die Frage, ob sie das Punkterennen laufen möchte, antwortete sie dann auch schon wieder mit „JA“.
Aber erst wieder Franzi mit Ihrer Langstrecke über 400m. Sie lief vom Start weg vorn, wurde aber in der 2. Runde von einer Geraer Sportlerin (nicht Jenny) überholt und wurde 2.. Dies bedeutete, dass sie in der Gesamtwertung den Sieg errungen hat. Sie durfte dafür einen Pokal mit nach hause nehmen.
Die Ausgangsposition in Annis Punkterennen war noch etwas schlechter als im Ausscheidungsrennen – aber diesmal sahen wir wieder die Anni, die alle kannten. Sie kämpfte sich, obwohl sie gleich in der ersten Kurve arg bedrängt wurde, Platz für Platz nach vorne. Fast hätte sie das Rennen sogar zu Ende laufen können, aber die Kampfrichter pfiffen die Gruppe an die sich gerade rangekämpft hatte, sehr zeitig aus dem Rennen. Wenn sie eine halbe Runde länger hätte drin bleiben können, hätte sie die 2 Sportler vor sich noch überholt und eine noch etwas bessere Platzierung erreicht. Aber auch so war dieser Punktelauf gut von ihr und nun hoffen wir dass sie in 14 Tagen zur Norddeutschen Meisterschaft wieder völlig fit ist und entsprechende Platzierungen erlaufen kann.
Auch Franzi wird bis dahin noch fleißig trainieren.
Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalt 2010
Am Sonntag, den 09.05.2010 fanden die diesjährigen Landesmeisterschaften im Speedskating auf der Dessauer Speedskate-Anlage statt.
Wir waren dieses Mal zu dritt vertreten: Franzi, Anni und Anke.
Wir fuhren sehr früh zur Bahn, da noch einiges aufzubauen und die Computer und Drucker im Wettkampfbüro einzurichten waren. Bis kurz vor dem Mittag war Anke auch noch mit am Computer und hat so den Sprint über 200m von Anni nicht gesehen. Sie wurde 5..
Franzi gewann dann Ihren Sprint über 200m, obwohl Milla ihr diesmal schon recht dicht auf den Fersen war. Dann war etwas überraschend auch schon Anke dran. Sie wollte sich eigentlich erst in der Mittagspause einlaufen, aber die wurde aufgrund schlechter Wetterprognosen weggelassen. Dafür war die gelaufene Zeit von 2:10,410 min eine neue persönliche Bestzeit von Anke. Dies reichte aber nur für Platz 4. Für Franzi war als nächstes der Parcour dran. Diesen gewann sie sehr souverän mit über 2 Sekunden Vorsprung vor Platz 2 (Milla). Anni lief nun 1500m. Dieses Rennen war nicht so gut und sie belegte den 4.Platz. Man konnte aber sehen, dass sie eigentlich mehr kann, ihr aber teilweise das Selbstvertrauen fehlt. Franzi lief ihre Langstrecke (300m) und holte sich ihre 3. Goldmedaille.
Jetzt wieder Anni. 3000m. Der Trainer hatte vorher ein paar Tipps gegeben und auch Anke hatte ihr zu mehr Selbstvertrauen geraten. Das Rennen ging ähnlich dem 1500m-Rennen los. Aber dann fasste sich Anni ein Herz und setzte von hinten zur Tempoverschärfung an und lief an die Spitze des Feldes. Natürlich paßten die anderen auf und ließen sie nicht weg. Die weiteren Runden lief sie so ca. an der 4. Position und alles am Rand fieberte mit. In der letzten Kurve nahm sie noch mal all ihre Kraft zusammen und versuchte an Caro aus Halle vorbeizukommen. Es war sehr knapp und erst nachdem vom Sprecher (unser Trainer) nach Blick in die Zeitnehmerlisten der 3. Platz für Anni verkündet wurde, brach der Jubel auf Dessauer Seite los. Sie hatte ihr Ziel erreicht und war aufs Treppchen gelaufen !
Nun war Anke noch mal dran über 1500m. Das Rennen ging recht langsam los, so dass Anke einige Runden am Feld dran bleiben konnte. Aber irgendwann lief Anke aus Halle an der Spitze mal richtig los und die Dessauer Anke hatte keine Chance mehr. Wieder der 4. Platz.
Zum Schluß kamen noch die Staffeln. Franzi, Milla und Carla siegten wieder souverän. Anni lief mit Pia und Vanessa auf Platz 4 der Jugend/Junioren B-Staffeln. Auch Anke lief Staffel – mit Lisa Bauer bei den Junioren A / Aktiven ! Es lief eigentlich ganz gut. Der erste Wechsel war etwas heikel, aber es ging alles gut. Anke ist aber die erste Kurve nach dem Wechsel noch nie so schnell rumgekommen, wie bei dieser Staffel ! Dafür gab es dann die Bronze-Medaille und viel Spaß für alle Beteiligten.
Alles in allem war es eine schöne und erfolgreiche Veranstaltung, die ohne die vielen Helfer (auch die im Hintergrund) nicht zu stemmen gewesen wäre.
Wenn Anni noch 2 Rennen (jeweils etwas länger als das vorherige) gehabt hätte, wäre sie vielleicht auf dem Treppchen noch weiter hoch geklettert. So erreichte sie den 5., den 4. und als letztes den 3. Platz. Wenn es so weitergegangen wäre, wären nun die Plätze 2 und 1 noch gekommen. Aber es waren halt nur 3 Strecken.
Am kommenenden Wochenende geht es nun nach Gera, wo ganz andere Starterfelder auf unsere Mädels warten.
34.Leipzig-Marathon am 25.04.2010
Am Morgen des 25.04.2010 machte sich eine kleine Dessauer Truppe auf nach Leipzig zum Halbmarathon.
Anke, Anni und Dirk. Franzi wollte lieber zu Hause bleiben und sich ausruhen.
Das Wetter war prima, nur etwas kalt am frühen Morgen, aber das sollte sich ändern. Die Sonne schien schon schön und schon auf dem Weg zum Meldebüro wurde uns warm. Wir trafen viele Bekannte vor allem aus Halle und Leipzig und so mußten wir immer wieder zum Grüßen oder Schwätzchen halten anhalten. Als dann alle Unterlagen geholt waren, machte sich Anke warm und zog sich um und die Skates an. Ronny hatten wir bis dahin noch nicht gesichtet. Auch er wollte für unsere Dessauer Farben laufen. Kurz vor dem Start trafen wir uns dann doch noch. Ich hatte mir mit einer Sportlerin aus Halle ausgemacht, mal wieder zusammen zu laufen, so wie wir es vor 2 Jahren in Berlin zum X-Race taten. So ging ich mit 2Hallenserinnen dann auch an den Start. Wir fuhren recht flott los und es fand sich eine recht große Gruppe. Kurz vor dem Völkerschlachtdenkmal allerdings mußten wir feststellen, daß das Tempo für uns doch etwas zu hoch war. Wir trennten uns von der Gruppe und machten eine kleinere auf. Dies lief dann auch recht gut und bald war auch die 10km-Marke erreicht. Meine Stoppuhr zeigte da 26,?? Min an. So schnell war ich bisher noch nie unterwegs. Allerdings mußte ich dann so nach ca 14 km doch von der Gruppe abreißen lassen. Da zeigte sich doch, daß ich in den letzten 14 Tagen nicht ganz fit war und nicht trainiert habe. Ich lief dann mein Rennen allein zu Ende und kam nach 56,32 min ins Ziel (Platz 32 Gesamt/Platz 13 AK 40). Ronny war auch schon vor mir da (49,47 min, 54.Platz Gesamt / 11.Platz AK). Patrick hatte den 4.Platz bei den Herren belegt.
Geschafft fuhren wir dann nach hause und faulenzten den Rest des Tages.
Durchwachsener Start der Bahnsaison 2010 in Leipzig und Halle
Unterschiedlicher hätte das Wochenende für Franzi und Anni nicht verlaufen können.
Während es für Franzi wieder erfolgreich war, konnte Anni nicht ihr wirkliches Leistungsvermögen zeigen.
Alles begann am Samstag mit dem Sprint. Anni lief eine persönliche Bestzeit, welche aber nur zu einem Platz im hinteren Mittelfeld reichte. Das bescherte ihr eine lange Pause bis zum Nachmittag. Dann kam das 3000m-Ausscheidungsrennen. Es fing schon recht hektisch an, da es ab der ersten Runde schon Ausscheidungen gab. Anni ging dann mutig nach vorn, nahm dann aber in Führung liegend zuviel Tempo raus, so dass die Konkurrenz wieder an ihr vorbeifuhr und sie sich nur noch einige Runden weiter retten konnte. Sie war selbst sehr enttäuscht von ihrem Lauf und wollte nun im abschließenden Punktelauf zeigen, was sie wirklich kann. Allerdings schlugen die Polinnen im Feld von Anfang an ein so hohes Tempo an, dass Anni Mühe hatte, zu folgen. So konnte sie auch keine Punkte holen. Da sie kaum zu trösten war (schließlich hatte sie sich viel mehr vorgenommen), bekam sie unser großes Vereinsmaskottchen mit nach hause - für den traurigsten Sportler des Tages.
Für Franzi lief es wesentlich besser. Im 30m-Sprint musste sie sich nur Jenny Poser beugen und wurde 2. Im 300m-Sprint legte sie einen Start-Ziel-Sieg hin, wobei zu merken war, das die Konkurrenz vor allem aus Gera und Großenhain immer besser wird. Die Abstände waren schon kleiner als im letzten Jahr. Im Geschicklichkeitslauf zeigte sie wieder einmal ihre Stärke und gewann diesen souverän. Damit war der erste Tag gegen 20.00 Uhr geschafft. Nun hieß es, schnell Sachen packen, nach hause fahren, regenerieren, um am nächsten Tag wieder fit zu sein.
Am nächsten Morgen in Halle begann Anni mit 300m-Zeitläufen. Sie lief eine für sie gute Zeit, aber es gab keine Verbesserung im Gesamtklassement. Als zweiten Lauf standen die 1000m an. Wieder aus den hinteren Reihen startend, versuchte sie verzweifelt nach vorn zu kommen. Aber der Pulk löste sich nicht so schnell auf und da fiel das Überholen natürlich sehr schwer. Am Ende stand in der Gesamtwertung ein Platz im hinteren Mittelfeld. Aber sie braucht eigentlich über den Wettkampf nicht traurig zu sein. Bei fünf Rennen 3 persönliche Bestzeiten – das hört sich doch schon ganz gut an und darauf lässt sich im Verlaufe der Saison sicher gut aufbauen. Es wurden einige Schwachstellen erkannt, an denen nun gezielt gearbeitet werden kann. Bis zu den Landesmeisterschaften sind es noch 3 Wochen, die nun für gezieltes Training genutzt werden.
Franzi musste am Sonntag noch einmal 300m und 500m laufen. Beide Strecken gewann sie wieder nach furiosem Start. Sie hat damit und auch mit dem Staffelsieg (zusammen mit Milla) einen Vorgeschmack auf die Norddeutschen Meisterschaften Ende Mai in Jüterbog gegeben.
Auch Anni lief Staffel (zusammen mit Selina und Maxi). Sie mussten einen Vorlauf bestreiten, welchen sie souverän auf dem 2.Platz beendeten. Dies bedeutete Einzug ins Finale.
Dort belegten sie dann den 5. Platz.
Trainingslager Erlebnishof Werder
Vom 05.-09.04.2010 führten wir Sportler der TSG Dessau wieder unser traditionelles Trainingslager durch. Wir verbrachten vier schöne Tage im Erlebnishof Werder.
Am Ostermontag gegen Mittag trafen wir ein und gönnten uns in der Gaststätte eine Kleinigkeit zu essen (war wie immer sehr lecker).
So nach und nach trafen auch die anderen ein und dann wurden die Zimmer bezogen.
Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch schon los zur ersten Trainingseinheit.
Anni skatete mit den Jugend/Junioren-Sportlern nach Fröhden und Franzi radelte mit der kleineren Gruppe bis Markendorf. Danach war Freizeit, bis es leckeres Abendbrot gab.
Die Zeit nach dem Abendessen bis zur Bettruhe war Freizeit, wurde aber von Anni und Franzi täglich zum Basteln genutzt. Es entstanden wieder wunderschöne Geschenke und Mitbringsel.
Leider konnte in dieser Nacht nicht durchgeschlafen werden. Eine halbe Stunde, nachdem das Licht gelöscht wurde, wurden die Kinder wieder geweckt. – Es ging zur Nachtwanderung. Ich glaube bis auf Franzi, die schon geschlafen hatte, waren alle ganz begeistert. Es ging um den Erlebnishof herum durch den Wald wieder zurück ins Dorf. Die Kinder mussten sich anhand von Hinweisen auf einer Schatzkarte den Weg suchen und wurden dann am Ziel mit Süßigkeiten belohnt.
Am nächsten Tag begannen wir mit einer langen Strecke auf dem Flämingskate. Die Großen skateten auf dem RK Luckenwalde (mit An- und Abfahrtsweg ca 28km) und die Kleinen fuhren mit dem Rad den RK Klosterzinna-Jüterbog. Nach dem Mittag gab es eine Mittagsruhe, die teilweise auch von den Jugendsportlern für ein kurzes Schläfchen genutzt wurde.
Am Nachmittag stand dann das erste gemeinsame Training mit Meissen auf dem Plan. Die Kids wurden in 3 Gruppen eingeteilt und los ging es. Es wurde das gesamte Gelände der Arena in Jüterbog mit genutzt (Bahn, Außenring, Hockeyfeld und Biathlonstrecke). Es wurde für alle eine anstrengendes Training.
Mittwoch stand ein Trainingswettkampf vormittags auf dem Plan. Die Jüterboger hatten alle in der Nähe wohnenden und trainierenden Vereine aufgetrieben, so dass Sportler aus 8 Vereinen mit am Start waren. Unsere Sportler schlugen sich alle achtbar, selbst Anke ging mit an den Start, obwohl gar nicht darauf vorbereitet. Die Trainer erhielten schon mal einen recht guten Überblick über den Leistungsstand der Sportler.
Nachmittags war wieder Training mit Meissen auf der Bahn angesagt.
Am Donnerstag morgen fuhren wieder alle Sportler mit dem Fahrrad zur Bahn in Jüterbog, um mit den Meissnern ein weiteres Training zu absolvieren. Nachmittags ging es mit dem Fahrrad nach Luckenwalde zur BMX-Strecke. Anni und Franzi hatten wieder viel Spaß und auch Anke fuhr gerne wieder ein paar Runden mit. Auch wenn jedes Jahr der Kettenschutz ihres Rades darunter leiden muß (vielleicht sollten wir ihn im nächsten Jahr gleich zu hause abbauen). Am Abend saßen alle recht geschafft am Grill und verspeisten lecker Würstchen, Steaks und Salate aller Art.
Dann der Höhepunkt des Abends – die Skater-Modenschau. Alle hatten sich was lustiges einfallen lassen – auch Beate und Anke.
Die beiden Betreuer kamen als leztes dran und Anke ganz zum Schluß. Wobei sie mit Ihrem regenfesten Skate-Outfit (könnt Ihr bei den Fotos sehen) alle Lacher auf Ihrer Seite hatte.
Der Abend endete am Lagerfeuer, bevor am nächsten Vormittag die letzte Trainingseinheit auf der Skate-Bahn absolviert wurde.
Zum Mittag gab es eine Auswertung des Trainingslagers und nach dem Essen wurden dann die Kids alle abgeholt. Nachdem fast alle weg waren, konnten Lisa und Anni es sich nicht nehmen lassen, noch einmal bis fast nach Fröhden zu skaten. Danach gab es noch einen Eisbecher für Anni und Franzi und einen Latte Macchiato für Anke und dann ging es nach Hause.
Zum krönenden Abschluß sind wir dann am Samstag früh nach Leipzig zu einem Trainingswettkampf, der von Patrick organisiert wurde, gefahren. Die Kids schlugen sich wiederum recht wacker, obwohl die Bedingungen nicht wirklich optimal waren.
Sie waren geschafft vom Trainingslager, es war sehr kalt und windig. Trotzdem war Franzi über 1000m schneller als Anke am Mittwoch bei dem Trainingswettkampf in Jüterbog.
Anni musste ganz schön über 3000m kämpfen und nach der abschließenden Staffel fuhren wir auch schnell nach hause, um uns wieder aufzuwärmen und uns noch etwas zu erholen bevor die Schule wieder losgeht.
Am 17./18.04.2010 steht dann der 2-Pisten-Wettkampf Leipzig/Halle an und da hoffen wir auf gute Ergebnisse.
Erfolgreicher Saisonstart für Anni und Franzi
Der lang ersehnte Freiluft-Saison-Start ist vollzogen. Am Samstag, den 27.03.2010 fand das erste Rennen zum diesjährigen Kids-Cup in Berlin statt.
Das Rennen war wieder eingebettet in die Messe „Berlin Vital“, die dieses Mal auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof stattfand.
Dieses Mal fand sich relativ große Gruppe zusammen, so dass wir am Samstag-Morgen mit 2 Autos starteten. Mit dabei waren Anni und Franzi, Michéle Riethausen und Tim Boehle jeweils mit Eltern.
Zuerst wurden die Kids zum Kids-Cup angemeldet. Danach wurden die Start-Unterlagen für die Junioren und Anke für den Halbmarathon abgeholt.
Nun wurden ausgiebig die Angebote der Händler auf der Messe geprüft und alle Kaufaufträge abgearbeitet.
Die Vorfreude von Anni und Franzi auf Ihr Rennen stieg und dann war es endlich soweit.
Zuerst waren Franzi, Michéle und Tim dran. Alle liefen in einer Altersgruppe, wurden aber getrennt nach Jungs und Mädchen gewertet. Der Start erfolgte zusammen. Franzi legte mal wieder einen Blitzstart hin. Sie hat dies also über den Winter nicht verlernt. Auch die beiden anderen kamen gut weg. Sie mussten 2 Runden um den Rosinenbomber auf dem Flugfeld von Tempelhof laufen.
Etwa eine halbe Runde führte Franzi das ganze Feld an, bevor sie vom Paul aus Berlin überholt wurde. Aber weiter ließ sie keinen vorbei, so dass sie einen ungefährdeten Sieg einfuhr. Tim kam als vierter ins Ziel und sicherte sich somit den 3.Platz bei den Jungen. Michéle hat ein beherztes Rennen gezeigt, welches mit dem 6.Platz belohnt wurde.
Nun war endlich Anni an der Reihe. Sie war etwas nervös, da sie außer der Berliner Konkurrenz noch eine Sportlerin aus Gera entdeckt hatte, wo sie vermutete, dass sich ihr Vorhaben aufs Treppchen zu laufen erschweren würde.
Wir hatten vorher abgesprochen, sie soll erstmal in der Gruppe vorn mitlaufen und sehen was sich so ergibt. Dieser Plan wurde von ihr gänzlich über den Haufen geworfen. In der 2. Runde wollte sie einfach ein paar Positionen nach vorn gehen und sich an 2.Stelle wieder einreihen, da das Rennen ihrer Meinung nach recht langsam war. Dies gelang nicht und so zeigte Anni sehr viel Selbstvertrauen und Stärke und ging einfach ganz nach vorn. Sie legte auch gleich so 10-15m zwischen sich und die Zweite. Die anderen waren vermutlich ob des von Anni und vor allem zu diesem Zeitpunkt völlig unerwarteten Angriffs geschockt, so dass keiner richtig folgen konnte. Der Sprecher lobte auch dieses gute Rennen und Anke dachte nur, das ist nicht gut, das ist sehr mutig. Anke hatte die Befürchtung, dass Anni dies nicht bis zum Ziel durchhält. Aber: Anni lief ein sehr souveränes und kontrolliertes Rennen. In den Kurven schaute sie nach hinten und regulierte entsprechend ihr Tempo. Und während die Konkurrenz das Ziel herbeisehnte, lief Anni ganz beherzt vornweg und holte sich ganz verdient den Sieg in dieser Altersgruppe. Man sah auch förmlich den Stein hinter die Ziellinie plumpsen, als es geschafft war.
Nun warteten wir auf die Siegerehrung, bei der die Dessauer ja reichlich vertreten waren.
Die Urkunden wurden von Jana Gegner (bekanntlich ja auch aus Dessau stammend) überreicht und auch sie war sehr erfreut gleich 3 Urkunden an Skater aus ihrem ehemaligen Verein zu überreichen.
Großes Lob kam nach der Siegerehrung auch noch von Patrick, welchen wir auch noch auf der Messe trafen.
Die Kids probierten dann noch einige andere Sportarten aus (Tim: Rollstuhl-Basketball, Michéle und Franzi Ski-Roller) und dann ging es zufrieden aber auch recht geschafft nach hause.
Am nächsten Morgen hieß es zeitig aufstehen. Nun ging es noch mal nach Berlin, zum Halbmarathon für Anke. Die Unterlagen hatten wir ja schon am Tag vorher geholt, so dass sie nur noch an die mitlaufenden Junioren verteilt werden mussten. Dann erwärmten wir uns kurz spekulierten über das Wetter und gingen an den Start. Dort traf Anke Ines und Uwe Jost, sowie eine Bekannte aus Wolfen.
Dann ging es auch schon los. Am Anfang war es von oben noch trocken, die Straße aber noch etwas feucht. So ging Anke etwas verhalten an. Sie fühlte sich aber recht gut. An der 10km-Marke zeigte die Uhr aber schon 31 Min an. Das war recht langsam. Anke versuchte etwas mehr aufs Tempo zu drücken, aber dann kam der Regen. Es war recht schwierig zu laufen. Es war kalt und rutschig und das Wasser stand in den Skates – einfach nur sch….
Nun gut, sie kämpfte sich durch und fühlte sich kräftemäßig auch noch ganz gut, aber es wurde leider nichts mit einer guten Zeit.
Naja die Saison ist noch lang und das nächste Rennen kommt bald ( 25.04.10). Dann wird sich zeigen, was das Wintertraining gebracht hat.
