Berlin - Marathon September 2010

Am letzten September-Wochenende fand der Berlin-Marathon statt. Aus Dessauer Sicht starteten wieder die 3 Petrys (Anke im Marathon, Anni und Franzi im Kids-Cup). Von unserem Verein waren noch Tim B., Daniel und Michéle beim Kids-Cup mit vertreten sowie Tim G. beim Marathon.

Der Wetter-Bericht im Vorfeld verhieß nichts Gutes, aber davon sollten wir uns nicht abschrecken lassen. Auf der Hinfahrt schon etwas Regen, aber wir wollten ja erst noch zur Messe. Dort angekommen, holten wir wie immer erst Ankes Startunterlagen ab und schauten uns dann die Angebote der Händler an. Da war es schon schön, teilweise von den Händlern schon begrüßt zu werden, als ob man sich schon ewig kennt. Wir schnappten ein paar Rollenschnäppchen und machten uns dann mit der U-Bahn auf zum Brandenburger Tor.

Die Anmeldung der Kids hatten diesmal schon die Eltern der anderen Vereinskinder vorgenommen. So hatten wir noch etwas Zeit, uns umzuschauen, ob wir schon jemand kennen oder was es so alles zu essen gab usw.

Dann zogen die Kids ihre Skates an und fingen an, sich warmzulaufen. Nur leider noch nicht auf der Strecke. Dort zeigten Freestyle-Skater ihr Können und es fand ein Hochsprungwettbewerb mit dem Rad bzw auf Skates statt.

Nun waren die Kids dran. Die Strecke war nun durch den pünktlich einsetzenden Regen schön naß und vor allem sehr rutschig. Franzi kam sehr gut zurecht (obwohl sie am Start die Qualität der Zeitmatten noch ganz genau überprüfen mußte) und ließ in Ihrem Rennen nur einer Sportlerin aus Leipzig und einer Geraer Sportlerin den Vortritt. Sie erreichte einen guten 3.Platz. Michéle kam auch noch im vorderen Drittel des Feldes ins Ziel, aber leider reichte es nicht mehr zu den Punkterängen. Tim und Daniel schlugen sich auch wacker, blieben aber ebenfalls ohne Punkte.

Nun war Anni dran. Es war wieder starke internationale Konkurrenz am Start. Aber Anni hatte sich ein Ziel gesetzt, welches sie auch konzentriert anvisierte. Sie kam am besten am Start weg (wann gibt es das schon mal) und kam als erstes in die Kurve, was sie vor einem Sturz mit vielen weiteren Sportlerinnen bewahrte. Schnell bildete sich eine 4köpfige Spitzengruppe mit 2x Berlin und je 1x Polen und Dessau. Anni hielt gut mit, bis in der vorletzetn Runde nur noch 3 durchs Brandenburger Tor geskatet kamen. Wo war Anni ?

Sie war gestürzt und hatte so den Anschluß verloren. Sie kämpfte die letzte Runde tapfer allein gegen den rutschigen Boden und die Schmerzen und sicherte sich im Ziel den 4. Platz.

Wer weiß, was ohne diesen Sturz noch drin gewesen wäre. Nun hieß es Warten auf die Siegerehrung und vor allem auf die Gesamtwertung, da war es sehr spannend, da die bisher führende Pia so gar nicht mit den Bedingungen klar kam und bei diesem Rennen keinen Punkt holen konnte.

Dann war es soweit: Franzi wurde Gesamt-Zweite hinter Jessica Löschke aus Leipzig und vor Chantal Lebahn vom Fläming-Skate. Wohlverdienter Lohn für die ganze Saison.

Die Überraschung gab es bei den großen Mädels. Anni wurde Siegerin des Kids-Cup gemeinsam mit Jessica Borowski aus Berlin. Beide hatten dieselbe Punktzahl erlaufen.

Darauf war Anni natürlich sehr stolz und auch für sie war es ein sehr verdienter und versöhnlicher Saison-Abschluß, den sie so sicher nicht erwartet aber eventuell erträumt hatte.

Nun mußte ich zum Start. Der Regen hatte nicht nachgelassen und ich hatte mir die Regenrollen von Anni geborgt, auch um nur 2 Satz Lager putzen zu müssen. Aufgrund der Bedingungen ging ich das Rennen recht gelassen an, da die Zeit bei solchen Bedingungen eigentlich nebensächlich ist. Aber es lief recht gut. Ich fühlte mich gut und kam auch relativ gut mit den rutschigen Straßen zurecht. Der Kopf sagte mir auch immer wieder: "Du hast Regenrollen drauf!!". Aber trotzdem gab es einige brenzlige Situationen, wie z.Bsp. die etwa 70jährige Frau, die plötzlich mitten auf der Straße stand - zwischen Hunderten von Skatern. ich mußte regelrecht einen Haken schlagen und hatte doch noch Kontakt mit der Jacke der Dame, aber sie blieb stehen, wie ich aus dem Augenwinkel noch sah. Ich weiß aber nicht, ob sie heil auf der andern Straßenseite angekommen ist. Danach ging alles recht problemlos bis auf die Sichtprobleme, die ein Brillenträger zwangsläufig bei Regen bekommt. Im Ziel war ich geschafft - und hatte eine neue "Regen-Bestzeit" gelaufen. Ich denke, bei trockenen Bedingungen wäre ich im Bereich meiner persönlichen Bestzeit gelaufen. Aber so war ich auch zufrieden. Da mir danach seeeeeeeeeeeehr kalt war, gingen wir schnell zur U-Bahn und fuhren zum Auto. Dort die Heizung an und ab auf die Autobahn nach hause.

Nun steht das Wintertraining auf dem Plan und so lange wie möglich noch draußen skaten und über den Winter die Kondition und Technik ausbauen. Denn nach dem Marathon ist vor dem Marathon !

 

P.S.: Ein 80jähriger Herr, der auch Petry heißt, war 2 Minuten schneller als ich. Ich glaube, da muß ich mein Training doch etwas intensivieren!!

 

Eure Anke

11.Bach-Cup Arnstadt

Am ersten September-Wochenende fand schon traditionell der Bach-Cup in Arnstadt statt.

Familie Petry war wieder mit 3 Sportlern vertreten. Anni, Franzi und auch Anke liefen mit.

Am frühen Samstagmorgen brachen wir auf, um gegen 10.00 Uhr in Arnstadt an der Bahn einzutreffen. Als wir alles ausgepackt hatten, fing es entgegen allen Prognosen im Internet, an zu regnen. Das brachte den Wettkampfplan schon etwas durcheinander. Die Sprintstrecken der Jugend und älteren Sportler wurden gegen die Punkteläufe getauscht. Nun wurden zuerst die Regenrollen aufgeschraubt und dann war Anni als erstes von uns dran. Es hatte aufgehört zu regnen, aber die Bahn war noch sehr naß. Anni hatte eine Startposition in der ersten Reihe zugelost bekommen. Dies wußte sie sehr gut zu nutzen. Sie lief gut in der Spitze mit, leider holte sie keine Punkte und in der letzten Runde war sie auf der Gegengeraden regelrecht eingeklemmt und kam nicht weiter nach vorn. Am Ende stand ein guter 8. Platz zu Buche.

Nun war Anke mit dem 1000m-Rennen dran. Da wieder nur 2 Starter in der AK40 gemeldet waren, mußten diese mit der AK30 zusammen laufen. Anke lief eine gute Zeit, knapp über ihrer Bestzeit und belegte damit den 6. Platz (wir verraten an dieser Stelle nicht, daß nur 6 Seniorinnen am Start waren).

Die Bahn war jetzt abgetrocknet und der Wettkampf wurde mit den Vorläufen der Schüler fortgesetzt. Da bei Franzi nur 7 Sportlerinnen gemeldet waren, gab es keine Vorläufe über die 200m-Strecke. Daher war von uns als nächstes wieder Anni dran mit 200m-Einzelsprint. Eine Strecke, die sie so gar nicht mag. Aber sie gab ihr bestes und legte eine gute Zeit hin, auch wenn dies nur zum 11. Platz reichte. Da war sie ein wenig enttäuscht. Aber jetzt galt ihre ganze Konzentration dem Straßenlauf am Sonntag.

Am Samstagabend lief Franzi die 200m. Sie siegte auf dieser Strecke vor Jenny. Recht kurz darauf kam dann noch der Vorlauf über 100m. Franzi lief souverän als Vorlauf-Erste ins Finale. Im zweiten Vorlauf ging es ganz knapp zu. Im letzten Moment schob Jenny ihren Fuß noch vor den von Milla. Aber beide hatten sich fürs Finale am nächsten Tag qualifiziert.

Den Abend und die Nacht verbrachten wir in der Jugendherberge in Erfurt. Zum Abendbrot gab es lecker Pizza.

Der Sonntagmorgen begann mit Sonnenschein und dem Straßenrennen für Anni und Anke.

Zuerst Anni. Sie lief wieder ein beherztes Rennen mit einigem Körpereinsatz und wurde am Ende sehr gute Fünfte. In der Gesamtwertung hieß das Platz 8.

Die Seniorinnen liefen zusammen mit dem Breitensport ihre 3 Runden. Anke konnte Sportler des Breitensports hinter sich lassen und belegte Platz 5 bei den Seniorinnen, da eine Sportlerin das Rennen nicht zu Ende lief. Am Ende in der Gesamtwertung blieb es beim 6. Platz.

Bevor es am Mittag auf der Bahn weiterging, stärkten wir uns bei McDonalds und Anni und Anke konnten schon ihre Urkundenbei der Siegerehrung in Empfang nehmen.

Anni lief am Sonntag noch eine Staffel mit Pia. Sie kamen ins Finale und wurden dort 6.

Franzi mußte nach dem Mittag als erstes die 100m laufen. Der Start war nicht so, wie sie ihn sich vorgestellt hatte, aber sie kämpfte toll und wurde Zweite hinter Jenny. Im 500m-Rennen sollte sie dieses Mal nicht wie sonst immer von vorn laufen, sondern erstmals eine Taktik des Trainers anwenden. Sie ließ nach dem Start Jenny vor und nach der vorletzten Kurve ging sie an Jenny vorbei. An ihren Fersen klebte förmlich Anna aus Gera, aber dieses Mal ließ sie sie nicht vorbei. So siegte Franzi auch über die 500m. Dies bedeutete den Gesamtsieg beim Bach-Cup. Zum Schluß lief sie noch mit Milla eine Staffel und sicherte sich auch dort den Siegerpokal.

Dies war der letzte Bahnwettkampf für diese Saison und wir hoffen, daß es im nächsten Jahr ebenso erfolgreich für alle weitergeht.

16. Int. Rollsporttage Großenhain

 

Am Wochenende 28./29.08.2010 fanden auf der kleinen Bahn in Großenhain die Int. Rollsporttage statt. Das Wetter verhieß im Vorfeld nichts Gutes, so dass wir das geplante Zelten gegen ein Zimmer in der Pension getauscht haben. Aber wir sollten sehr viel Glück haben. Während der Rennen fiel kein Tropfen Regen, nur am Samstag abend als wir zur Pension liefen und in der Nacht soll es auch etwas geregnet haben. Aber am Sonntag früh war schon wieder alles trocken. Aber der Reihe nach.

Am Samstag stand zuerst der 1500m-Punktelauf von Anni auf dem Plan. Sie lief vom erlosten letzten Platz am Start ein prima Rennen bis auf den 12. Platz vor. Sie lief das Rennen zu Ende, obwohl auf der engen Bahn in Großenhain, die Sportler sehr zeitig bei drohender Überrundung aus dem Rennen genommen wurden. Sie war davon nicht gefährdet und ließ auch Pia hinter sich. Die zweite Strecke für Anni am Samstag war der 300m Sprint. Kurioserweise erlief sie dort das beste Einzelergebnis des Wochenendes. Sie wurde sehr gute Zehnte.

Franzi musste als erstes einen Zeitlauf über 200m laufen. Aus irgendwelchen Gründen wurden aus den 2 geplanten Läufen 3 gemacht, wobei Franzi einen Lauf mit 2 Läuferinnen erwischte, die so gar nicht mit ihr mithalten konnten. So lief sie ein einsames Rennen weit vor den beiden anderen. Dies wurde ihr Verhängnis, da sie keinen hatte, der sie richtig forderte. So wurde sie auf dieser Strecke nur 5. Auch Milla war schneller als sie, aber sie wurde auch von einer Geraer Sportlerin gejagt. Nun hieß es für Franzi kämpfen, kämpfen, kämpfen. Dies tat sie bravourös in ihrem Vorlauf über 100m. Sie gewann den Vorlauf und zog als Zweitschnellste ins Finale ein. Dies fand dann erst am Sonntag statt. Am Samstag waren dann noch die Schülerstaffeln dran. Franzi lief mit Milla und Carla. Alles lief prima, bis zum letzten Wechsel. Durch eine kleine Unachtsamkeit kam Carla zu Fall und der Sieg war dahin. Aber Carla stand wieder auf und kämpfte tapfer bis ins Ziel, wo dann der 4.Platz für unsere Staffel notiert wurde. – Schade, aber beim nächsten Mal klappt es bestimmt besser.

Nach dem obligatorischen Abendprogramm gingen wir in unsere Pension und die Kinder fielen sofort todmüde ins Bett.

Der Sonntagmorgen begann mit einem lecker Frühstück und Sonnenschein. Da wir direkt am Straßenkurs geschlafen haben, konnten wir es ganz ruhig angehen lassen, frühstückten gemütlich und gingen dann zum Start- und Zielbereich. Anni machte sich fertig und erkundete die Strecke. Dann ging es auch schon los. Anni lief ein sehr couragiertes Rennen. Sie ging Mitte der ersten Runde in die Führung und blieb bis zur 2. Runde dort. Dann war sie wieder im Feld zu finden, bevor sie am letzten Anstieg noch einmal zum Endspurt ansetzte. Der Lohn war ein 11. Platz. Insgesamt reichte dies zum 12. Platz.

Nach der Mittagspause war wieder Franzi dran. Zuerst 300m. Sie startete wieder gut und lag in der ersten Runde in Führung. Dann erfolgte der Angriff von Anna aus Gera anfangs der zweiten Runde. Da wurde Franzi etwas überrumpelt. Sie hatte damit nicht gerechnet. Sie kämpfte, aber musste Anna dann doch ziehen lassen und sicherte den 2. Platz gegen Jenny ab. Nun wurde es interessant in der Gesamtwertung und das Sprintfinale stand noch aus. Jenny war als Schnellste ins Finale eingezogen, so dass Franzi und Jenny direkt nebeneinander standen.

Franzi erwischte einen guten Start und gab in einem sehr knappen Rennen die Führung nicht mehr ab. Dies bedeutete dann den 3.Platz in der Gesamtwertung.

Dies war der letzte Wettkampf auf dieser Großenhainer Bahn – im nächsten Jahr soll die neue Bahn fertig sein.

Rennen um die Goldelse Rennen um die Goldelse

9.XRace 2010

 

Am 22.08.2010 fand zum 9. Mal das XRace nur für Skater rund um die Berliner Siegessäule statt. Am frühen Morgen (kurz nach 7 Uhr) traf sich eine Gruppe von 6 Sportlern und einigen Begleitern am Dessauer Bahnhof. Von uns wollten Anni und Franzi ihre Punktebilanz im Kids-Cup aufbessern und Anke wollte das Hauptrennen über 21km laufen. Wir kamen bei bestem Wetter in Berlin an und schlenderten in aller Ruhe zur Siegessäule. Dort angekommen wurden zuerst die Kids für den Kids-Cup angemeldet und dann die Startunterlagen für Anke und Tim G. geholt. Bei Anni gab es mal wieder eine Überraschung: Es gab Besuch aus Polen, Malwina Fituch war mit am Start. Sie gewann dieses Rennen auch erwartungsgemäß. Zweite wurde Pia aus Berlin und Anni erkämpfte sich in einem couragierten Rennen mit viel Übersicht den 3.Platz. Sie lief immer in der Vordergruppe mit, ging auch mal kurz nach vorn um sich dann wieder im Feld einzureihen. Auf der Zielgeraden zog sie dann noch an Jessica aus Berlin vorbei und kam so als 3. ins Ziel. Nach meiner Rechnung hat sie bis jetzt in der Gesamtwertung den 2.Platz erreicht.

Bei Franzi lief es nicht ganz so gut. Auch sie musste eine große Runde um die Siegessäule und noch ein Stück Richtung Brandenburger Tor und wieder zurück laufen. Das Rennen wurde mit den Jungen zusammen ausgetragen. Franzi startete gut und hielt sich auch ganz gut während des Rennens. Nur kurz vor dem Ziel merkte man ihr an, dass sie am Morgen lieber länger geschlafen hätte und warm war es auch schon. Aber mit einer kurzen Anfeuerung kämpfte sie noch mal auf den letzten Metern bis zum Ziel. Aber dieses Mal hatte Chantal vom Flämingskate den Schuh vorn. Sie wurde Dritte und verwies Franzi ganz knapp auf den 4. Platz. In der Gesamtwertung hat sie jetzt nach meiner Rechnung (was offizielles habe ich noch nirgends gefunden) mit Chantal zusammen den 2.Platz.

 

Dann war ich dran. Als ich den Zeitplan für die Siegerehrung im KidsCup sah, sagte ich noch, dass dann jemand von den anderen mit zur Siegerehrung gehen sollte. Da witzelte Tim B.´s Papa noch: Na, dann musst Du dich mal beeilen !

 

Am Start bildete ich mit 2 Erfurtern, 1 Leipzigerin und mehreren Berlinern eine Gruppe. Wir wollten versuchen, zusammen zu laufen. Von den theoretischen Zeiten her hätte es auch klappen können, aber die Realität sah anders aus. Ich habe schon am Start festgestellt, dass es für mich eigentlich viel zu warm war. Nichtsdestotrotz startete ich mit der Gruppe. Anfangs ging es auch gut, aber nach ca 5km musste ich die Gruppe doch ziehen lassen. Es war warm, ich hatte Luftprobleme und auch schon 2 gefährliche Situationen mit aufgeweichten Bitumenfugen auf der Straße. Leider fand ich keine Gruppe wieder, die zu meinem Tempo passte. So lief ich allein gegen den Wind, denn Richtung S-Bahnhof Tiergarten hatten wir recht kräftigen Gegenwind. Ich kämpfte Runde um Runde und sah eine Wolfener Mitstreiterin, die sonst immer vor mir war, um einiges hinter mir. Ihr Mann feuerte auch mich immer wieder an, ebenso wie unsere Dessauer Truppe. In der letzten Runde musste ich zusätzlich noch gegen meinen inneren Schweinehund kämpfen, der jetzt schon zu Elefantengröße angewachsen war. Am liebsten wäre ich direkt an der Siegessäule wieder umgekehrt, ohne den Bogen zum Tiergarten zu laufen. Aber ich tat es nicht und kämpfte mich auch die letzte Runde zum Ziel. Und als ich über den Zielstrich lief, wurde gerade mit der Siegerehrung begonnen, so dass ich also pünktlich zur Ehrung vom KidsCup wieder da war. (Allerdings fand diese später als geplant statt :-)

Danach fieberten wir noch beim Herren-Rennen mit Tim mit. Dieser lief mit einer starken Leistung immer im Vorderfeld mit und belegte am Ende den 22. Gesamtrang, was den Sieg bei den JuniorenA bedeutete.

Danach gingen wir zum Bahnhof zurück, stärkten uns noch etwas bis zur Abfahrt des Zuges und ließen uns dann gemütlich von der Bahn nach hause bringen.

8. Wartburg-Cup 14.-15.8.2010

 

Am Freitag, den 13. machten wir uns auf den Weg nach Eisenach zum Wartburg-Cup. Da die Rennen Samstag relativ zeitig begannen, sind wir wie im Vorjahr am Vortag angereist. Wir hatten uns als Quartier den „Campingpark am Altenberger See“ ausgesucht. Ein sehr schöner Zeltplatz, wie wir aber erst am nächsten Tag so richtig in Erfahrung bringen konnten.

Erstmal war Zeltaufbau im Regen angesagt. Was für unsere Familie ja nicht unbedingt etwas Neues ist, war für Boehles und Riethausens schon das erste Abenteuer des Wochenendes. Als das geschafft war, bauten wir gleich noch unseren Wettkampf-Pavillon vor den Zelten auf und konnten nun auch gemütlich sitzen und essen.

Am nächsten Morgen fuhren wir zeitig zur Bahn. Die erste Überraschung aber schon gleich nach dem Aufstehen: Sonnenschein!! Das Wetter sollte den ganzen Tag so wunderschön bleiben – warm, Sonne und ein paar Wolken am Himmel. So gut wie das Wetter war auch der erste Wettkampftag: Anni, Franzi und Anke liefen auf Ihren Strecken neue Bestzeiten.

Zuerst Anni im 3000m-Punkte-Lauf: Sie erlief sich mutig 2 Punkte und erreichte so einen super 4.Platz. Den 1000m-Lauf beendete sie mit einer prima Zeit auf dem 5.Platz

(war die Strecke zu kurz:-) ?).

Franzi blieb über 100m erstmals unter 14sec. Sie lief 13,992 sec – 1.Platz. Auch die 300m-Strecke beendete sie als Siegerin mit sehr guter Zeit. Aber hier muß man sagen, die Konkurrenz ist ihr nah auf den Fersen. Die Rennen waren alle sehr eng.

Anke musste am Samstag die 3000m laufen. Das Senioren-Rennen wurde mit den Männern ausgetragen, was auch ok war. So haben mich nicht alle überrundet, sondern es gab noch einen Senior der „nur“ ca eine halbe Runde vor mir war. Auch von Ute Enger wurde ich nur 3mal überrundet. Ich lief eine neue Bestzeit, welche ca 22 sec schneller war als im letzten Jahr. Auch mit der Kurventechnik hatte ich in diesem Jahr weniger Probleme. Also wir konnten alle zufrieden sein mit unseren Einzelergebnissen. Zum Schluß am Samstag standen dann noch die Staffeln an. Da unsere Dessauer Sportler alle anderen Altersklassen angehörten, versuchten wir sie in gemischten Staffeln mit andern Vereinen unterzubringen. Das gelang uns auch erfolgreich. Franzi lief mit Janine aus Großenhain zum Sieg, Anni lief mit Sabrina aus Groß-Gerau zum 3.Platz. Michéle lief mit Jona aus Meißen auf den 5.Platz und Tim mit 2 Großenhainer Sportlern zum Sieg.

Mit gemütlichem Kaffeetrinken und Baden im See ließen wir den Tag auf dem Zeltplatz ausklingen.

Nach einer im wahrsten Wortsinne stürmischen Nacht packten wir im Nieselregen unsere Sachen zusammen und frühstückten im ausgeräumten Zelt von Tim und Michéle. Danach ging es zur Bahn, um die letzten Rennen zu bestreiten. Den ganzen Tag über nieselte es immer wieder. Die Bahn war mal trocken und mal feucht und schmierig – die Rollenwahl war schwierig.

Zuerst musste Anke ran: 1000m. Es ging eigentlich nur darum, den Lauf unter diesen Bedingungen heil zu überstehen. Es gelang, aber die Zeit war jenseits von gut und böse. Der Abstand zum letzten Läufer der Männer war aber relativ gering. Der 3 Platz war abgesichert.

Nun Anni – dies sollte ein aufregendes Rennen werden. 1500m. Anni lief ein bravouröses Rennen. Mutig, selbstbewusst und mit Übersicht. Mal nach vorn gehend, dann im Feld versteckt. Aber im entscheidenden Moment an der richtigen Stelle. Es gab einige Rangeleien im Rennen und anfangs der letzten Runde einen Sturz der bis dahin an zweiter Stelle liegenden Großenhainerin. Anni wich geschickt aus und war nun an 2.Position, die sie bis zum Ziel nicht wieder hergab. Danach gab es noch eine Disqualifikation der Siegerin – Anni war nun plötzlich Erste. Dann gab es einen Protest (von Gera), nun sollte das Rennen wiederholt werden. Anni fand es nicht so toll, aber zog sich die Skates wieder an. Danach doch wieder eine Änderung. Da zwei Sportlerinnen nicht noch mal laufen konnten (Verletzungen), wurde das Rennen doch so gewertet, wie zuerst angesagt. Somit hatte Anni dieses Rennen gewonnen. Sie freute sich sehr. Doch diese Freude schlug dann in herbe Enttäuschung um, als sie das Gesamtergebnis sah. Die ersten 4 Sportlerinnen waren punktgleich. Nun entschied die längste Strecke (3000m-Punkte). Dort war Anni Vierte geworden – das hieß auch nur 4. in der Gesamtwertung. Schade, aber sie kann mit Ihren Läufen von diesem Wochenende mehr als zufrieden sein. Am Abend sah sie es dann auch so. Sie wird nun in Großenhain und Arnstadt mit viel Selbstvertrauen und dem Wissen um ihre Leistung an den Start gehen.

Franzi lief dann noch 200m und landete hier ihren 3.Sieg. Aber auch hier war die Zeit aufgrund der recht feuchten und rutschigen Bahn nicht so gut. Aber wichtig war, hier ohne Sturz durchzukommen.

Nach der Siegerehrung ging es dann schnell nach hause. Und wir hatten Glück so zeitig fertig gewesen zu sein. Wir fuhren auf die Autobahn und der Himmel öffnete seine Schleusen. Aber richtig – der Scheibenwischer hatte gut zu tun.

Gedächtniskirche Berlin Gedächtniskirche Berlin

CityNight Berlin 2010

 

Am 31.07.2010 fand in Berlin wieder die CityNight der Skater und Läufer statt.

Für uns war es der erste Kontakt wieder mit den Skates nach 3 Wochen Pause (geht so was überhaupt? J ). Für Anni und Franzi ging es wieder im KidsCup um wichtige Punkte für die Gesamtwertung und danach für Anni und Anke um eine gute Zeit über die 10km auf dem Ku´damm. Doch der Reihe nach. Beim Anmelden wurde schon mal sondiert, wer in den beiden Altersklassen so alles an den Start ging. Bei Anni gab es dabei eine Überraschung, denn Clara und Helene von den Halleschen Turbinen waren auch da. Zuerst musste Franzi an den Start. Sie legte einen Super-Start hin, musste sich aber recht schnell von einer 1 Jahr älteren Sportlerin aus Leipzig überholen lassen. Im Laufe des Rennens ließen dann auch die Kräfte nach, was sicher dem fehlenden Training und den anstrengenden 2 Wochen in den Bergen geschuldet war. Am Ende wurde sie gute Vierte. Anni hatte wieder die üblichen Verdächtigen in ihrem Lauf. Sie hielt sich lange Zeit wacker auf dem 3.-4. Platz, bis auch bei ihr die Kräfte etwas nachließen und im Ziel war sie Sechste. Nun ging es für Anke und Anni noch zum 10km-Rennen. Auch hier wurden beim Start einige bekannte Gesichter gesichtet und einige Worte gewechselt. Anni lief mit den Berliner Mädels und kam in etwa der gleichen Zeit wie im letzten Jahr ins Ziel. Das gleiche gelang Anke bei dem doch recht warmen Wetter. Danach waren alle recht zufrieden und nachdem noch etwas gegessen wurde, brachte uns die Deutsche Bahn auch wieder gut nach hause.